Wenn in Mannheim ein Alarm eingeht, zählt jede Sekunde. Notfallsanitäter Sven Skibbe und sein Team vom Roche‑Rettungsdienst arbeiten Seite an Seite mit dem DRK, um Leben zu retten – innerhalb und außerhalb des Werks. Erfahren Sie wie was Einsatz bedeutet, wenn jede Sekunde zählt.
Ein lauter Piepton zerreißt die Ruhe der Frühschicht. Sven greift nach seiner Jacke, wirft den Helm auf, sprintet zum Wagen. Sekunden später fährt der Rettungsdienst durchs Werkstor. Für die meisten ein Moment des Schrecks. Für Sven Routine. „Man darf keine Zeit verlieren, aber noch weniger den Kopf“, sagt er. Vor Ort zählt nur: Ruhe bewahren, handeln, helfen.
Sven ist seit 2021 Teil der Kooperation mit dem DRK Mannheim. Zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug stehen in der neuen Fahrzeughalle in Mannheim bereit. Das Besondere: Roche‑Mitarbeitende fahren bei Notfällen auch außerhalb des Werksgeländes und umgekehrt. Das schafft Routine und Vertrauen. „Wir sind ein Team, egal, welches Logo auf der Jacke steht“, sagt er. So entsteht Wissenstransfer, der beiden Seiten hilft und am Ende den Menschen, die Hilfe brauchen.
Für Sven ist es die Vielfalt, die zählt. „Kein Einsatz ist wie der andere. Das hält wach.“ Sein Team behandelt Werkmitarbeitende, aber auch Kinder, Senior:innen oder Unfallopfer außerhalb. Viele verbindet die Haltung: anderen helfen, wenn Minuten über Schicksale entscheiden.
Sven wollte immer etwas tun, das Sinn hat. „Ich helfe gern und sehe sofort das Ergebnis meiner Arbeit.“ Doch der Job bedeutet mehr als Blaulicht und Tempo. Oft geht es um Menschen, die einfach jemanden brauchen, der zuhört. „In vielen Einsätzen geht es nicht nur um Notfälle, sondern um Nähe. Das vergisst man nie.“
2024 fuhr das Team über 240 Einsätze , davon 67 außerhalb des Werks. Die Zusammenarbeit mit dem DRK entlastet die Stadt und bringt Sicherheit für alle. „Wir machen keinen Unterschied zwischen Kolleg:innen und Unbekannten“, sagt Sven. „Wer Hilfe braucht, bekommt sie. So einfach ist das.“
Diese Routine schafft gegenseitiges Vertrauen zwischen Partner:innen, Patient:innen und Stadt.
Die Pläne für 2025 stehen: digitale Einsatznachverfolgung, gemeinsame Schulungen und Workshops mit Kliniken im Raum Rhein‑Neckar.
„Wir wollen schneller kommunizieren, präziser dokumentieren und noch enger mit Ärzt:innen zusammenarbeiten“, erklärt Sven. „Alles, was uns hilft, besser zu reagieren, rettet Leben.“
Notfallsanitäter
Arbeitet seit 2021 als Notfallsanitäter in Mannheim und war zuvor beim DRK und in der Rettungsleitstelle tätig.
Privat engagiert er sich in der Jugendarbeit und läuft Halbmarathon „weil Ausdauer im Einsatz hilft“.
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