Ariane und Timo sorgen dafür, dass Roche‑Geräte länger leben. Sie erzählen, wie nachhaltige Logistik, Recycling und kreative Ideen den ökologischen Fußabdruck der Diagnostik verkleinern und warum Kreislaufdenken Spaß macht.
Timo: Wenn man weniger Mist macht – im wahrsten Sinne. Früher mussten wir viele Geräte entsorgen, heute prüfen wir erst: Lässt sich das Teil retten? Oft ja. In solchen Momenten merkst du, dass Nachhaltigkeit kein Extra ist, sondern Standard werden kann.
Ariane: Und wenn Teams dich proaktiv ansprechen: „Könnt ihr das zurückholen? Das wäre schade zum Wegwerfen.“ Früher war das selten. Heute ist es ganz normal, mitzudenken. Das zeigt, dass Bewusstsein gewachsen ist.
Ariane: Wir haben ein Re‑Use‑Programm aufgebaut. Jedes Rückläufergerät wird bewertet: Kann es weiterlaufen? Kann man Teile retten? Viele Komponenten sind hochwertig gefertigt. Da stecken Rohstoffe drin, die man nicht einfach verbrennt.
Timo: Genau. Wir nennen solche Systeme „junge Gebrauchte“. Manchmal reicht eine neue Software oder ein Ersatzmodul, und sie funktionieren wieder einwandfrei. Die Unterschiede sind kaum sichtbar aber der Impact riesig: weniger Neuproduktion, weniger Abfall.
Ariane: Logistik! (lacht) Nachhaltigkeit braucht gute Planung. Wir holen Geräte aus ganz Deutschland zurück, prüfen sie, koordinieren Lieferketten und Partner. Das ist komplex, aber es läuft immer besser.
Timo: Geräte, die bei uns nicht mehr genutzt werden können, werden zunächst dekontaminiert und anschließend fachgerecht entsorgt. Die wertvollen Rohstoffe in unseren Systemen werden dabei sortiert und dem Recyclingkreislauf zugeführt. So bleibt der Materialwert erhalten.
Tonnen Metall und Kunststoff konnten in den letzten zwei Jahren wieder in den Kreislauf gebracht werden
Timo: Viele sind überrascht, dass nachhaltige Systeme so zuverlässig sind. Eine Laborleitung sagte neulich: „Ich hatte gehofft, Sie würden das recyceln. Schön zu sehen, dass es wirklich passiert.“ Solche Reaktionen zeigen, dass Vertrauen wächst.
Ariane: Kund:innen denken zunehmend ganzheitlich. Sie wollen Qualität, aber sie fragen auch: „Wie produziert ihr? Wie entsorgt ihr?“ Das fordert uns und spornt an.
Ariane: Als wir das erste Mal ein komplettes Diagnostiksystem erfolgreich aufbereitet haben. Das Gerät lief wieder und lief und lief. Für uns war das der Beweis: Reparieren ist oft die beste Innovation.
Timo: Für mich war’s ein Workshop mit neuen Kolleg:innen. Jemand meinte: „Ich wusste nicht, dass ich hier einen Job machen kann, der Gutes bewirkt.“ Da spürst du Sinn, nicht nur Arbeit.
Ariane: Wir wollen mehr Transparenz schaffen vom Rückholprozess bis zur Materialverwendung. Jede Schraube soll eine Geschichte erzählen können.
Timo: Außerdem wollen wir Kund:innen direkt einbinden. Bis 2030 soll jedes Labor wissen, welche Komponenten seines Systems recycelt werden. Dann wird Nachhaltigkeit zur Selbstverständlichkeit.
Product Owner im Instruments Management
startete ihre Karriere mit einer Ausbildung zur Industriekauffrau bei Roche und schloss daran ein duales Studium in Betriebswirtschaft an. Heute arbeitet sie als Product Owner im Instruments Management und treibt die Digitalisierung und Prozessentwicklung mit Fokus auf Nachhaltigkeit voran. Sie liebt es, komplexe Abläufe zu strukturieren und Neues zu lernen.
Abseits des Büros engagiert sie sich im Mentoring‑Programm für Auszubildende und entspannt gerne beim Yoga oder am See.
Leiter Instruments Management
kam direkt nach dem Abitur zu Roche und absolvierte ein duales Studium mit Schwerpunkt Wirtschaftsingenieurwesen. Inzwischen leitet er das Team Instruments Management, das europaweit für Großgerätebewegungen und Marktlogistik verantwortlich ist.
Privat interessiert sich Timo für Elektromobilität und smarte Technologien und holt sich seinen Ausgleich beim Mountainbiken und auf Konzerten.
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