Die Pharmaproduktion Mannheim ist auf dem neuesten Stand der Technik. Alle Technologien zur Herstellung steriler Arzneimittel werden hier eingesetzt, darunter die Lyophilisation zur Herstellung von gefriergetrockneten Arzneimitteln. Besonders empfindliche Produkte lassen sich so besser lagern.

Äußere Einflüsse wie Licht oder Temperaturschwankungen können empfindlichen pharmazeutischen Wirkstoffen zusetzen. Beim Lyophilisieren werden unsere therapeutischen Proteine auf schonende Weise haltbar gemacht. Das Produkt der Lyophilisierung nennt man Lyophilisat.

Das Konservierungsverfahren! Sowohl Instantkaffee als auch biopharmazeutische Wirkstoffe werden mit Hilfe der so genannten Lyophilisierung (Gefriertrocknung) haltbar gemacht. Das ist schonend und bewahrt die gewünschten Eigenschaften – sowohl beim Kaffee als auch beim Medikament.

Zur Lyophilisierung nutzen Unternehmen wie Roche computergesteuerte Anlagen mit einer Vakuumkammer. Außerdem besitzt die Anlage einen gekühlten Kondensator, an dessen Oberfläche das zuvor gasförmig gewordene Wasser kondensiert und als Eis „anwächst“. Das Ganze funktioniert so: Zunächst wird das Produkt in der Kammer auf bis zu -60 °C tiefgefroren. Nach dem Gefrieren wird die Kammer „evakuiert“, d.h. es wird ein Vakuum erzeugt, das wie eine Pumpe wirkt, die die Kammer leert. Anschließend wird Wärme zugeführt, wodurch die im Stoff enthaltenen Eiskristalle direkt – also ohne sich vorher zu verflüssigen – verdampfen. Diesen Prozess nennt man „sublimieren“. Damit ist die sogenannte Primärtrocknung abgeschlossen. Bei der anschließenden Sekundärtrocknung wird die Kammer weiter evakuiert, um stärker gebundenes Wasser zu entfernen.

…müssen diese wieder in Wasser gelöst werden. Durch die spezielle Struktur der gefriergetrockneten Substanzen geht das schnell und einfach.

In der Mannheimer Pharmaproduktion werden Lyophilisierungsanlagen vor allem zum Konservieren von Krebsmedikamenten eingesetzt. Die Mannheimer Module verfügen über eine Gefriertrocknungskapazität von dreimal 20 m² und einmal 40 m².

Den physikalischen Prozess, der der Lyophilisierung zugrunde liegt, nennt man Sublimation. Dabei wird dem Stoff der Wasseranteil entzogen, indem man ihn zunächst einfriert und die enthaltenen Eiskristalle dann direkt in die Gasphase (Wasserdampf) überführt. Der flüssige Aggregatzustand wird bei der Sublimation übersprungen.

Fotograf: Philipp Wente


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