Klinische Studien sind weit mehr als Forschung. Für Patientinnen und Patienten eröffnen sie sehr konkrete Chancen – auf neue Behandlungsmöglichkeiten, auf engmaschige medizinische Begleitung und auf einen Beitrag, der weit über die eigene Geschichte hinauswirkt.
Während einer Studie werden Sie besonders engmaschig betreut. Regelmäßige Untersuchungen und der enge Kontakt zum Studienteam bedeuten Aufmerksamkeit und Sicherheit – Sie werden zu keinem Zeitpunkt allein gelassen.
In einer Studie können Sie Zugang zu Behandlungen erhalten, die noch nicht allgemein verfügbar sind. Gerade wenn etablierte Therapien an ihre Grenzen kommen, kann das eine wertvolle zusätzliche Möglichkeit sein – kein Experiment auf gut Glück, sondern eine sorgfältig geprüfte, von Fachleuten begleitete Option.
Ihre Teilnahme hilft nicht nur Ihnen. Jede Studie schafft Wissen, von dem künftige Patientinnen und Patienten profitieren. Wer teilnimmt, gestaltet die Medizin von morgen mit.
Klinische Forschung wird oft als wirtschaftliches oder politisches Thema diskutiert. Doch hinter den Zahlen steht etwas zutiefst Menschliches: Jede Studie, die hier stattfindet, kann für Patientinnen und Patienten den Unterschied bedeuten – zwischen Warten und Behandeltwerden, zwischen Hoffen und Erleben, dass es besser wird.
Deutschland war lange nicht dort, wo es bei klinischer Forschung sein könnte. Mit dem Medizinforschungsgesetz seit 2024 sind wichtige Weichen gestellt – jetzt kommt es darauf an, dass die Verbesserungen im Versorgungsalltag ankommen. Die Richtung stimmt, und Patientinnen und Patienten sind Teil dieser positiven Entwicklung.
Schnellere Genehmigungen, eine bessere digitale Infrastruktur und mehr Studienkoordination heißen für Sie ganz konkret: Passende Studien sind leichter zu finden, neue Therapien kommen schneller dort an, wo sie gebraucht werden, und im Klinikalltag gibt es mehr Hände, die Sie begleiten.
Arbeitsstunden pro Jahr, die durch Krankheit nicht verloren gehen, wenn Innovationen schneller wirken.
Wenn Innovationen schneller wirken, geht es Menschen früher besser. Gewonnene Gesundheit bedeutet zurückgewonnene Lebenszeit – Zeit für Arbeit, Familie und das, was zählt. Das ist die schönste Seite klinischer Forschung: Sie schafft Hoffnung, die ankommt – bei Ihnen und bei den vielen Menschen, die nach Ihnen kommen.
Vollzeitkräfte-Äquivalent, das dem Arbeitsleben pro Jahr erhalten bleibt, weil Menschen schneller wieder gesund werden.
Diese Zahlen sind keine Schätzung, sondern das Ergebnis einer gesundheitsökonomischen Untersuchung. Wer es genau wissen möchte, findet die wichtigsten Erkenntnisse kompakt in unserem Summarypaper.
Sie möchten tiefer einsteigen? Diese Angebote erklären verständlich, wie klinische Forschung wirkt – und warum sie für uns alle zählt.
Eine klinische Studie folgt klaren Regeln und festen Abläufen. Bevor ein Wirkstoff in klinischen Studien getestet wird, hat er bereits einen langen Weg der Entwicklung hinter sich: Nach der Grundlagenforschung erfolgt im Anschluss eine ausgiebige vorklinische Prüfung.
Die danach folgende klinische Prüfung eines Arzneimittels wird von unabhängigen Ethikkommissionen und staatlichen Gesundheitsbehörden streng geprüft und genehmigt. So stellen wir sicher, dass die Studie höchsten wissenschaftlichen Standards entspricht und Ihre Sicherheit sowie Ihr Schutz jederzeit an erster Stelle stehen.
Sie erfahren von der Möglichkeit der Teilnahme an einer klinischen Studie von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder durch Eigenrecherche. Danach nimmt Ihr Behandlungsteam oder Sie selbst Kontakt zum Studienzentrum auf. Beim ersten Kontakt wird unverbindlich geklärt, ob eine Studienteilnahme für Sie grundsätzlich in Frage kommt.
Im Aufklärungsgespräch erklärt Ihnen das geschulte Studienpersonal ausführlich, was die Studie zeigen soll, welche Verfahren angewendet werden und wie sich die Teilnahme auf Sie auswirken könnte. Nach dem Aufklärungsgespräch ist Ihre "informierte Einwilligung" der Schlüssel. Sie bestätigen mit Ihrer Unterschrift, dass Sie die Vorteile, Risiken und den Ablauf der Studie verstanden haben und freiwillig teilnehmen möchten. Ein wesentlicher Aspekt der “informierten Einwilligung” ist, dass Sie diese jederzeit und ohne Angaben von Gründen widerrufen können – ohne Nachteile für Sie.
Nach Ihrer Einwilligung prüft das Studienteam anhand medizinischer Daten und erster Untersuchungen, wie beispielsweise Blutabnahmen oder EKG, präzise alle Ein- und Ausschlusskriterien. Gleichzeitig dient diese erste Untersuchung als sogenannte "Baseline-Messung": Sie liefert die genauen Startwerte, um spätere Veränderungen im Verlauf der Studie exakt und sicher bewerten zu können.
Die eigentliche Behandlung erfolgt je nach Studiendesign und Prüfpräparat zu Hause, in der Praxis oder in der Klinik. Um wissenschaftlich aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, werden klinische Studien häufig verblindet und kontrolliert durchgeführt:
Kontrollgruppe: Ein Teil der Teilnehmenden erhält das neue Studienmedikament, während ein anderer Teil die bisherige Standardtherapie und/oder ein scheinwirkstofffreies Präparat (Placebo) erhält. Wichtig zu wissen: Kein:e Patient:in wird dabei ohne eine medizinisch notwendige Behandlung gelassen.
Verblindung: Bei einer Doppelblindstudie wissen weder Sie noch Ihr Behandlungsteam, welcher Gruppe Sie zugeteilt sind. Dies verhindert, dass Erwartungen das Studienergebnis beeinflussen.
Die Verteilung auf die Gruppen erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Randomisierung). Während der gesamten Zeit werden Sie engmaschig medizinisch überwacht, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Nach Ende der klinischen Studie informieren Sie die Studienärzt:innen über Ihren individuellen Gesundheitszustand und besprechen mit Ihnen, welche weiteren konventionellen oder zukünftigen Behandlungsmöglichkeiten für Sie am besten geeignet sind. Danach werden Sie zurück an die zuvor behandelnde Stelle überwiesen. Diese übernimmt dann die weitere Behandlung. Eine umfangreiche Nachbeobachtung kann aber auch Bestandteil einer klinischen Studie sein, so dass regelmäßige Termine im Studienzentrum möglich sind. Sollte die Studie positiv verlaufen sein, besteht für Patient:innen, die Teil der Kontrollgruppe waren, unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, das Medikament nachträglich zu erhalten.
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