Gastrointestinale Infektionen stellen Ärzt:innen täglich vor Herausforderungen, besonders bei vulnerablen Patientengruppen. Die Multiplex-PCR ist eine fortschrittliche molekulare Diagnostik, die in einem einzigen Testlauf das genetische Material (DNA) von zahlreichen viralen, bakteriellen und parasitären Erregern gleichzeitig nachweist. Für die Analyse ist lediglich eine native Stuhlprobe notwendig. Anstatt empirisch zu behandeln oder tagelang auf Kulturergebnisse zu warten, erhalten Sie in kürzester Zeit ein präzises, vollständiges Bild. Dies ermöglicht eine gezielte Therapie, schnelles Hygienemanagement und unterstützt Ihre fachliche Expertise.
Der sensitive Nachweis von Shiga-Toxinen vor Therapiebeginn ist entscheidend. Er verhindert die kontraindizierte Gabe von Antibiotika bei EHEC-Infektionen und schützt Ihre Patienten so aktiv vor schweren Komplikationen (hämolytisch-urämisches Syndrom/HUS).1
Bei Kindern und Jugendlichen mit akuten, unklaren Bauchschmerzen ermöglicht der schnelle Nachweis von Yersinia enterocolitica eine sichere Abgrenzung zur Appendizitis – und verhindert so unnötige Blinddarm-Operationen.
Die schnelle Erregerbestimmung vermeidet unnötige Antibiotikagaben bei viralen Erregern und unterstützt die Wahl der spezifischen antiinfektiven Therapie.2
Infektionskontrolle: Bei Häufungen in Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kliniken und Pflegeheimen) identifiziert die Multiplex-PCR schnell den Erreger. Dies ermöglicht eine sofortige Entscheidung über Isolation oder Entwarnung und schont dabei Ressourcen und Personal.
Schnelles Meldewesen: Sie erhalten unverzüglich Klarheit über den Erregerstatus, was die Kooperation mit dem Gesundheitsamt und die Einhaltung der Meldepflichten erleichtert.
Schneller Befund: Statt mehrere Tage auf Kulturergebnisse zu warten, erhalten Sie Klarheit in wenigen Stunden.
Sensitivität bei Parasiten: Die PCR detektiert Parasiten wie z.B. Giardien, Kryptosporidien und Amöben deutlich zuverlässiger als die oft fehleranfällige und untersucherabhängige Mikroskopie.3 Dies erleichtert die Klärung der Ursache bei chronischen Verläufen mit Reizdarmverdacht und bei Reiserückkehrern.
Das vollständige Lagebild: Erfassen Sie auch Mischinfektionen und Erreger, die in der Standardkultur oft negativ bleiben oder schwer zu züchten sind.
Ihre fachliche Expertise entscheidet über den Verdacht – die PCR sichert Ihre Diagnose ab. Weil ein starres Panel mit 20+ Erregern klinisch nicht immer die beste Wahl ist, sind modulare Systeme darauf optimiert, Ihnen präzise und klinisch relevante Antworten zu geben.
Vermeidet "diagnostisches Rauschen": Große "Gießkannen-Panels" erzeugen oft irrelevante Zufallsbefunde, welche nicht Auslöser der Erkrankung sind. Diese führen zu diagnostischer Unsicherheit und potenzieller Übertherapie. Ihr Mehrwert mit modularen Panels: ein sauberes, klar interpretierbares Ergebnis als präzise Handlungsgrundlage.
Entlastet Ihr Budget – sichert die Leistung: Eine gezielte, klinisch begründete Anforderung sichert die Wirtschaftlichkeit im GKV-System – und damit die langfristige Verfügbarkeit dieser wertvollen, extrabudgetären Leistung für Ihre Praxis.*
Die Auswahl orientiert sich an den epidemiologischen Daten und Empfehlungen führender Fachinstitutionen
AWMF S2k-Leitlinie „Gasrointestinale Infektionen der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)“ (Registernummer: 021-024, Update 2023)
Hinweis: Die hier aufgeführten therapeutischen Optionen sind nur Beispiele für eine gezielte Therapie nach Erregernachweis. Die tatsächliche Antibiotikatherapie richtet sich stets nach den aktuellen AWMF-Leitlinien (insbesondere der Stratifizierung nach Schweregrad) und der individuellen klinischen Situation des Patienten.
Auswahl der Substanzen basierend auf DGVS S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen (AWMF-Reg. 021-024), RKI-Ratgebern, sowie den Treatment Guidelines des Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Die Entscheidung zur Therapie obliegt der individuellen ärztlichen Einschätzung.
Bei Unklarheiten liefert die PCR innerhalb weniger Stunden statt erst nach Tagen ein vollständiges Bild. Besonders bei Parasiten (z. B. Giardien oder Amöben), bei Reiserückkehrern oder bei Verdacht auf Reizdarm ist sie der fehleranfälligen Mikroskopie deutlich überlegen.
Bei schweren Verläufen verhindert der schnelle Nachweis von Shiga-Toxinen die kontraindizierte Gabe von Antibiotika bei EHEC (HUS-Risiko). Bei Kindern schützt der Nachweis von Yersinien vor unnötigen Appendektomien, und in Pflegeheimen ermöglicht die PCR schnelle Isolations- oder Entwarnungsentscheidungen.
Nein – sofern modulare, zielgerichtete Panels eingesetzt werden. Statt starrer „Gießkannen-Panels“ mit Zufallsbefunden bestätigen modulare Systeme gezielt Ihre klinische Verdachtsdiagnose, vermeiden „diagnostisches Rauschen“ und schützen vor Übertherapie.
Die Multiplex-PCR ist ein extrabudgetäres Instrument. Eine gezielte, klinisch begründete Anforderung anstelle eines ungerichteten Screenings sichert die Wirtschaftlichkeit und trägt damit zur Entlastung Ihres Budgets bei.
S3 Leitlinie (2026): Hämolytisch-urämisches Syndrom im Kindes- und Erwachsenenalter, AWMF-Reg. 166-002
Jones, M.W., Godana, I., Hoilat, G.J., Deppen, J.G. (2023): Pseudoappendicitis. StatPearls. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK499946
S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen der DGVS, AWMF-Reg. 021-024.
*Der Labortest kann in der Regel als extrabudgetäre Leistung angerechnet werden. Lassen Sie sich von Ihrer zuständigen KV dazu beraten.
** Fakultativ pathogene Erreger: Relevante Differentialdiagnose bei chronischen Beschwerden (z.B. Reizdarmsyndrom).
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