Warum Atemwegsinfekte eine gezielte Therapie brauchen Multiplex-PCR ist die smarte Diagnostik im Praxisalltag, die schnell ein umfangreiches Bild liefert und Ihre Therapieentscheidung absichert.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Es ist Grippesaison. Sie haben ein volles Wartezimmer, einen Patienten mit starken, aber unklaren respiratorischen Symptomen und die drängende Frage: Handelt es sich um einen bakteriellen oder viralen Infekt? Welcher Erreger ist es genau?

Mit Multiplex-PCR wissen Sie schnell, was Sache ist. Multiplex-PCR ist eine fortschrittliche molekulare Diagnostik, die in einem Test das genetische Material von zahlreichen bakteriellen und viralen Erregern gleichzeitig nachweist. Für die Analyse ist lediglich ein Nasopharyngeal-Abstrich notwendig. So erhalten Sie nicht nur ein umfassendes diagnostisches Bild, sondern auch die notwendigen Informationen für eine fundierte, schnelle Therapieentscheidung.

Viral? Bakteriell? Oder beides? Wenn der klinische Eindruck allein nicht reicht.

Ein Patient stellt sich mit Husten, Fieber oder anderen respiratorischen Symptomen vor. Gerade in der Erkältungssaison ist eine schnelle und eindeutige Diagnose oft eine Herausforderung.
Eine Therapie rein nach klinischem Bild birgt Unsicherheiten. Sie kann zur Verschreibung von unspezifischen Antibiotika führen, welche Resistenzen bei bakteriellen Erregern fördern können und bei viralen Erregern unwirksam sind. Gleichzeitig kann wertvolle Zeit verloren gehen, wenn eine schnelle und gezielte Behandlung notwendig wäre.

Reicht eine symptomatische Behandlung oder ist bei diesem Atemwegsinfekt ein Antibiotikum notwendig?

Welche Maßnahmen sind nötig, um andere Patient:innen und Ihr Team zu schützen?

Wie hoch ist das Risiko für einen schweren Verlauf bei vorerkrankten oder älteren Patient:innen?

Könnte eine Koinfektion vorliegen, die eine andere Behandlung erfordert?

Ein Labortest könnte Sicherheit bringen – aber auf welchen Erreger soll getestet werden?

Solche diagnostischen Unsicherheiten können im Praxisalltag dazu führen, dass bei respiratorischen Infektionen der weitere Krankheitsverlauf zunächst "abgewartet" wird – mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen.

Sicher entscheiden bei respiratorischen Infektionen

Schutz von Risikopatient:innen

Bei vulnerablen Gruppen oder bei schweren bzw. unklaren Verläufen liefert die Multiplex-PCR eine schnelle und sichere Diagnose. Sie hilft, Koinfektionen zu erkennen und schwere Verläufe (z.B. Pneumonie) frühzeitig abzuwenden. Gleichzeitig kann durch einen Nachweis des Erregers die Schwere des Krankheitsverlaufs besser eingeschätzt werden.1

Infektionsketten wirksam durchbrechen

Bei Häufungen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kliniken oder Pflegeheimen ist die schnelle Identifizierung eines Erregers essenziell, um Ausbrüche zu verhindern. Mit einem klaren Befund können Sie umgehend gezielte Hygienemaßnahmen einleiten, Patient:innen isolieren und Kontaktpersonen schützen.

Antibiotika verantwortungsvoll einsetzen

2023 erhielten etwa 15 % der Erwerbstätigen mit Erkältungssymptomen Antibiotika, obwohl die meisten Infektionen durch Viren verursacht waren, Antibiotika damit unwirksam blieben und bei etwa jedem Zehnten Nebenwirkungen verursachen.2 Eine schnelle, differenzierte Diagnose hilft, unnötige Antibiotikagaben zu vermeiden3 und gezielt zu therapieren: Bei bakteriellen Infektionen können Schmalspektrum-Antibiotika eingesetzt werden, während bei viraler Ursache evidenzbasiert darauf verzichtet werden kann. Ein klarer Laborbefund  kann auch die Akzeptanz der Patient:innen bei Antibiotikaverzicht unterstützen.

Mehr ist nicht immer besser: Die Vorteile modularer zielgerichteter Panels

Ihre fachliche Expertise entscheidet über den Verdacht – die PCR sichert Ihre Diagnose ab. Weil ein starres Panel mit 20+ Erregern klinisch nicht immer die beste Wahl ist, sind modulare Systeme darauf optimiert, Ihnen präzise und klinisch relevante Antworten zu geben.

Große "Gießkannen-Panels" finden oft irrelevante Zufallsbefunde (z.B. harmlose Rachen-Besiedler wie S. pneumoniae bei Erkältung). Diese führen zu diagnostischer Unsicherheit und potenzieller Übertherapie.

Ihr Nutzen: Ein fokussiertes Panel liefert ein sauberes, klar interpretierbares Ergebnis als präzise Entscheidungsgrundlage.

Nutzen Sie Ihre klinische Expertise gezielt:

  • Bei viraler Symptomatik liefert ein Virus-Panel die relevante Antwort für Ihr Antibiotic Stewardship.

  • Bei bakterieller Symptomatik bzw. Verdacht auf atypische Pneumonie ermöglicht ein Bakterien-Panel eine gezielte Therapie.

  • Ob viral, bakteriell oder beides: Sprechen Sie Ihr Labor an, um das optimale Panel für Ihre diagnostische Fragestellung anzufordern.

Eine gezielte, klinisch begründete Anforderung sichert die Wirtschaftlichkeit dieser Diagnostik im GKV-System und damit die langfristige Verfügbarkeit dieser wertvollen, extrabudgetären Leistung für Ihre Praxis.*

Die klinisch relevanten respiratorischen Erreger

Die Auswahl dieser klinisch relevanten Erreger orientiert sich an der AWMF S3-Leitlinie "Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie (CAP)”

Antibiotische Behandlung von bakteriellen respiratorischen Erregern

Die hier aufgeführten therapeutischen Optionen sind nur Beispiele für eine gezielte Therapie nach Erregernachweis. Die tatsächliche Antibiotikatherapie richtet sich stets nach den aktuellen AWMF-Leitlinien (insbesondere der Stratifizierung nach Schweregrad) und der individuellen klinischen Situation des Patienten. 

Die Auswahl orientiert sich an den epidemiologischen Daten und Empfehlungen führender Fachinstitutionen

  • AWMF S3-Leitlinie „Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie (CAP)“ (Registernummer: 020-020, Update 2021)

  • AWMF S3-Leitlinie „Akuter und chronischer Husten“ (Registernummer: 053-013, Update 2021)

  • Robert Koch-Institut (RKI) Ratgeber: Keuchhusten (Pertussis); (Stand 08.2025)

Ein einfacher Prozess für maximale Flexibilität.

Vom Verdacht zum Ergebnis in vier klaren Schritten:

1. Eine Probe für alles
Sie entnehmen wie gewohnt einen Nasen- oder Rachenabstrich. Diese eine Probe genügt für die gesamte Analyse.

4. Abrechnung
Der Labortest kann in der Regel als extrabudgetäre Leistung angerechnet werden. Lassen Sie sich von Ihrer zuständigen KV dazu beraten.

2. Flexible Laboranalyse
In Absprache mit dem Labor entscheiden Sie, welche respiratorischen Krankheitserreger getestet werden sollen. Die Multiplex-Technologie ermöglicht es dem Labor, aus einer Patientenprobe Ihre Auswahl an potentiellen Erregern zu analysieren. Diese effiziente Probennutzung erspart Ihrem Patienten die erneute Abstrichnahme.

3. Klares Ergebnis, gezielte Therapie
Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein klares Ergebnis bzw. einen umfassenden Befund, der Ihnen eine fundierte und schnelle Therapieentscheidung ermöglicht.

Referenzen

  1. Robert Koch-Institut. (2026, 21. Januar). Akute respiratorische Erkrankungen – Surveillance akuter Atemwegserkrankungen (ARE). https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/ARE-Surveillance/ARE_gesamt.html

  2. Deutsches Ärzteblatt. (2024). Zu häufiger Einsatz von Antibiotika bei Atemwegsinfektionen.https://www.aerzteblatt.de/news/zu-haeufiger-einsatz-von-antibiotika-bei-atemwegsinfektionen

  3. Antibiotic stewardship targets in the outpatient setting White, Alexis T. et al.American Journal of Infection Control, Volume 47, Issue 8, 858 - 863; https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Antibiotikaresistenz/Kommission-ART/Positionspapiere/Positionspapier_Antiinfektiva_und_Resistenzen.html

    *Der Labortest kann in der Regel als extrabudgetäre Leistung angerechnet werden. Lassen Sie sich von Ihrer zuständigen KV dazu beraten.

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